Fra guglie dolomitiche alla deriva

Am 28. August 1873 schlossen sich auf Grund gleicher Interessen der Österreichische und Deutsche Alpenverein zum DuÖAV zusammen und räumten sich gegenseitig die Mitnutzungsrechte in ihren Alpen-
vereinshütten ein. Im Jahr 1892 entschied sich die Sektion Magdeburg die Stubaier Alpen als Arbeitsgebiet zu nutzen und erbaute am Fusse des Tribulaun in einer Mulde gelegen die Tribulaunhütte.
In den Akten der Sektion Magdeburg liest man, dass es vor allem der Pfarrer von Innerpflersch, Mantinger war, der die Erbauung der Hütte unterstützte, der als Stützpunkt für die Kletterer auf den Tribulaun (3096 m) dienen sollte. Laut Statistik bestiegen seit der Erstbesteigung im Jahre 1874 bis 1891 nur 23 Personen den Gipfel, im Jahr 1892, nach dem Bau der Hütte, wurde er aber von 18 Personen bestiegen. 
Genau weil sie als Stützpunkt dienen sollte, wurde sie nur in kleiner Dimension (6,35 x 4,55 m) von Michl Kelderer gebaut. 


Mit der gleichen Bauweise wie die der Magdeburgerhütte, eine Holzstruktur auf einem Steinfundament, bestand die Hütte aus einem Hauptraum mit den Maßen 4,52 x 4,15 m mit 7 Betten, einem Nebenraum mit 2 Stockbetten und dem Eingang der immer offen war, und als Notunterkunft für Jäger und verirrte Wanderer diente.
Die Einweihung der Hütte fand am 5 August 1892 mit Anwesenheit von 31 Persönlichkeiten, von denen 6 Frauen waren, statt. Im Jahr 1894 erbaute die Sektion Magdeburg, den Verbindungsweg, von der Tribulaunhütte über den Hohen Zahn und die Weisswandspitze, heute Kleiner Höhenweg genannt, bis zur Magdeburgerhütte. Durch das leichte erreichen der Hütte vom Gschnitztal aus, kamen immer mehr Wanderer, die die Hütte benützten ohne Rücksicht und Respekt. Der Hütte wurde dadurch geschadet und die Sektion war gezwungen für die Sommermonate einen Wirt einzustellen. Der erste Wirt in Folge war Johann Teißl.
An diesem Punkt musste die Hütte um 3 m. vergrößert werden, so entstand ein Dachboden.
1907 wurde auch ein kleiner Keller gegraben. 

Für diesen Zubau verlangte die Gemeinde Pflersch einen Pachtbeitrag von 3 Kreuzern im Jahr. 
Im gleichen Jahr 1907, wurde nochmals ein Weg gebaut, diesmal unterhalb des Tribulaun, südseitig, bis zur Schneetalscharte (2657 m.), wo schon die Sektion Matrei einen Weg von Österreich her, gebaut hatte. 
Die Verwirklichung dieses Weges war sehr kostspielig da Steine und Felsbrocken gesprengt werden mussten.
Nach intensiver Aufbauarbeit und reger Nutzung der Hütten kam es als Folge des 1. Weltkrieges zur entschädigungslosen Enteignung. Die Hütten fielen an Italien.



Am Ende des zweiten Weltkrieges, im Jahr 1949 wurden die Magdeburger- und Tribulaunhütte vom CAI Cremona (Besitzer der beiden Hütten) an die soeben neu gegründete Sektion "CAI Sterzing" übergeben.

Sobald die Sicherheit der Finanzierung durch die Hauptleitung vom CAI Mailand für die ganzen Hütten in Südtirol gegeben war, begann man mit dem Gedanken die Hütte zu vergrößern.
Die ersten Arbeiten für den Neubau begannen im Jahr 1953.

Ein großes Problem war der Transport des Baumaterials.
Der Großteil des Materials wurde von gut 100 Mulis, bereitgestellt vom Militär “ Gruppo Sondrio di Artiglieria da Montagna di Vipiteno“ hochgetragen, teils trugen auch Männer auf ihrem Rücken.
Der Neubau wurde dreistöckig mit Steinen und Zement gebaut.
Die Einweihung fand am 17 September 1961, unter der Leitung des neugewählten Presidenten vom CAI Sterzing, Piero Rossi statt.
Die Freude an der neuen Hütte währte leider nicht lange da im Jahr 1964 auf Grund der Attentate in Südtirol das Militär die Hütten besetzte.
Erst im Jahr 1972 wurde die Hütte wieder dem CAI Sterzing zurückgegeben.
Ab diesem Jahr übernahm Eisendle Paul mit seiner Familie die Tribulaunhütte und führte sie bis zum Jahr 2000.
Seine Tochter Daniela und ihr Lebensgefährte Fabrizio führen jetzt die Hütte.
Inzwischen wurde mit Verbesserungsarbeiten wie: Brandschutzbestimmungen, Turbine für Strom, Materialseilbahn, neue Fenster einsetzen, angefangen.

[Text aus dem Buch "C.A.I. Vipiteno - i cinquant'anni della sezione"
mit freundlicher Genehmigung von Alberto Perini]


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